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Aufsatz

Aufsatz: Stellungnahme

Thema: Kinder und Jugendliche werden tendenziell immer dicker, was unter anderem auf ihrer ungesunden Ernährung basiert. Die Mensa der Kanti bemüht sich, ausgewogene Mahlzeiten anzubieten. Gleichzeitig stehen die Schüler beim Pizzakurier Schlange: Soll man die Zustellung von Pizzen und Dönern an die Kanti verbieten?


Suche nicht den Dorn im Auge deines Nachbarn, ohne vorher den Balken vor den eigenen Augen entfernt zu haben.

Dieses Bild kennt man unweigerlich, wenn man die Kanti Olten besucht: Dutzende von Schülern, die sich mittags um etwa vier, fünf Autos drängen um sich „vom Türken“ ihre Pizzen und Döner aushändigen zu lassen. Da ist es schon kaum verwunderlich, dass man sich Sorgen um das Gewicht dieser Schüler macht.
Doch ist es sinnvoll, die Zustellung von Fast Food in die Kanti zu verbieten? Verbote können oft umgangen werden, bei diesem Verbot wäre es sogar sehr simpel: Man ginge sich seinen Döner einfach selber holen. Der Verzehr von ausserhalb der Mensa gekauftem Fast Food würde somit vielleicht in unbedeutendem Masse gehemmt, aber sicherlich nicht gestoppt werden. Nun könnte man entgegnen, dass damit auch schon etwas getan wäre; die Schüler würden sich zumindest etwas bewegen müssen um an ihren Döner ranzukommen. Und ausserdem wolle man auch ein Zeichen setzen, das dem überhöhten Fast Food-Konsum entgegenzeigt. Besonders schlagkräftig sind diese Argumente jedoch nicht. Man braucht weitaus mehr als zehn Minuten zur Dönerbude hin und zehn Minuten retour um einen Döner zu verbrennen. (In diesen zwanzig Minuten hätte man weitaus produktivere Dinge erledigen können – Hausaufgaben beispielsweise.)
Das Setzen von Zeichen ist eine nicht zu verachtende Sache, auch wenn sie das Problem nicht löst. Doch sollte man konsequent bleiben. Die Kanti würde sich lächerlich machen, würde sie die Zustellung von Fast Food verbieten, schliesslich bietet unsere Mensa die Möglichkeit, sich ausschliesslich von Pizza und Schokolade zu ernähren; angefangen bei den Pausenpizzen, die nebenbei erwähnt nicht unbedeutend günstiger sind als das simpelste Sandwich das angeboten wird, über das Snacky-Menü zu Mittag, das praktisch immer aus „Schnipo“ oder Vergleichbarem besteht, bis hin zum Dessert, einem Schokoriegel, einem gefüllten Donut oder einem Schokomuffin. Das Salatbuffet hingegen wird zu horrenden Preisen gehalten; möchte man einen reichhaltigen Salat und ein Brötchen dazu essen, erreicht man im Nu die Preiskategorie des „Schnipo-Menüs“. Man kann an dieser Stelle also bloss noch einmal die Lächerlichkeit eines solchen Verbotes betonen.
Ein wichtiger Punkt ist hier auch der Appell an die Vernunft: Gerade von Schülern einer Kantonsschule sollte man erwarten können, dass sie in der Lage sind selbst über ihre Ernährung zu entscheiden, zumindest in dem Rahmen, in dem die Eltern nicht eingreifen können, und wenn das nicht der Fall sein sollte, so ist es trotzdem nicht die Aufgabe der Schule darüber zu walten. Sie sollte uns vielmehr eine Vorlage geben, es also nicht unterstützen, dass wir Fast Food essen, somit nur gesunde Dinge verkaufen, und alles was darüber hinausgeht ist nicht mehr ihre Sache.
Alles in allem ist dies ein deutliches Nein zu einem solchen Verbot und eine Aufforderung, mit dem Verbessern bei sich selbst zu beginnen.



Bitte um Kritik in jeglicher Hinsicht, Grammatik, Orthografie, Ausdrucksweise, inhaltlich und was es noch geben mag. Das Ding hat eine Fünfeinhalb gegeben, zumindest die Originalversion, die hier ist umgeschrieben. Ist es übrigens sehr falsch "Pizzas" zu sagen anstatt "Pizzen" oder nur ein bisschen? Im Schweizerdeutschen sagt man Pizzas, und mein Deutschlehrer hats mir eigentlich nicht korrigiert, aber er hat mir auch nichts falsch angestrichen als ich konsequent nach jedem Semikolon gross weitergeschrieben habe. o_O
1.5.07 16:36
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


rolf / Website (1.5.07 17:11)
das ist ein grosses problem das mit dem fast food. da sind so fuerchterlich viele geschmacksverstaerker drin. die schueler, kinder, studenten usw. sollten vielmehr ueber die ernaehrung beigebracht kriegen und ueber die auswirkungen von schlechter ernaehrung. ein ordentlicher salat mit einem broetchen darf dann natuerlich nur die haelfte kosten wie eine pizza.
da pizza italienisch ist, muesste die mehrzahl pizze sein. pizzas ist glaube ich eingedeutscht...


Natalia / Website (1.5.07 17:18)
Da hast du mich gerade auf eine Idee gebracht, Rolf, danke.


DoctorD (3.5.07 18:22)
Irgendwie bekomm ich keine Benachrichtigung mehr wenn hier ein neuer Eintrag entsteht -.-
Skandalös!
Früher war es verwerflich (ja verwerflich!) Pizzas zu sagen, zumindest hier in Deutschland. Inzwischen steht es im Duden -.-
Die "alte" (und für mich immer noch einzig richtige) Pluralisierung ist aber Pizzen.

Ansonsten: mir Verboten halte ich es allgemein eher geringt, wie du schon sagtest sollte der die Veränderung dem eigenen Bestreben entspringen, doch könnte eine Einstellung der "direkten" Verfügbarkeit von ungesundem Essen sicherlich den ein oder anderen dazu bewegen, sich die Speisekarte in der Kanti noch einmal etwas genauer anzusehen.
Soll heißen: wo kein Angebot, da auch keine Nachfrage, bzw. Alternativlösungen werden weniger zur Alternative als vielmehr zum Standard und der Döner/die Pizza eben zur Ausnahme.

Das eine entsprechende Aufklärungskampagne natürlich genauso wichtig ist, steht außer Frage; und ja - auch die Preise sollten angepasst werden. Die Leute entscheiden heutzutage leider mehr mit dem Geldbeutel als mit dem Hirn....meistens weil der genauso leer wie letzteres ist.

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